KULTUR

Cirque Bouffon bittet um Hilfe und offeriert seinem Publikum ein Solidaritätsticket

Mit einem Solidaritätsticket in Höhe von 20 Euro möchte der Cirque Bouffon die finanziell schwierige Zwangspause durch die Corona-Krise überbrücken.

Die Behörden haben aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus in Europa ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, das eine Durchführung des Gastspiels des Cirque Bouffon ab 1. April vor dem Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen untersagt. Darüber hinaus haben sich die Einreisebestimmungen vieler Länder derzeit so schnell verschärft, dass eine planbare An- und Abreise der Mitglieder der internationalen Kompanie derzeit nicht mehr möglich ist. Auch für alle folgenden Städte der Cirque Bouffon Tournee - neben Gelsenkirchen betrifft dies aktuell auch die Tour-Stationen Bielefeld (Mai) und Trier (Juni) sind derzeit noch keine verlässlichen Aussagen zu treffen, ob und wann die Gastspiele durchführbar sind.

Solch eine Situation ist für ein kleines Ensemble wie den deutsch-französischen Cirque Bouffon sehr schwierig. Der Cirque Bouffon ist zwar ein internationales Show-Format, aber im Grunde dennoch ein kleines Familienunternehmen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Anja Krips hat Zirkusdirektor Frederic Zipperlin vor 14 Jahren den Cirque Bouffon aus der Taufe gehoben, und seitdem mit einem exzellenten Ensemble zahlreiche, herzberührende Shows erschaffen. Gemeinsam mit dem gesamten Team, zu dem neben den Artisten und Musikern auch Zeltbauer, Tontechniker, Kostümbildner sowie Marketing- und Barpersonal gehören, hat Frederic Zipperlin nun eine emotionale Botschaft an sein Publikum: "Gerade jetzt brauchen wir eure Unterstützung, um zukünftig weiter für euch spielen zu können. Aus diesem Grund bieten wir euch ein Solidaritäts-Ticket an, mit dem ihr uns in der Zwischenzeit unterstützen könnt."

Cirque Bouffon ist eine kleine Kompanie, die seit Bestehen stets ohne jegliche öffentliche Kulturförderung und dafür mit viel Engagement und Herzblut seine Gastspiele realisiert. Die Situation ist für das gesamte Team existenziell, denn die Produktion einer neuen Show verschlingt im Vorfeld sehr hohe Geldsummen und nun fallen plötzlich durch den Ausfall des Gastspiels auch die Gagen für die Artisten und Künstler weg. Diese Ausfälle sollen nun durch das Solidaritäts-Ticket abgemildert werden. Das Ticket kann als „Spende“ oder als Gutschein verstanden werden, und es kann sobald der Showbetrieb wieder aufgenommen werden darf, für reale Tickets eingelöst oder an der Bar am Chapiteau für Getränke verwendet werden.Als Dankeschön für das gekaufte Solidaritätsticket gibt es eine musikalische Vorschau des Bouffon-Komponisten Sergej Sweschinski auf die Jubiläums Show BOHEMIA, die 2021 uraufgeführt wird.

„Unser Motto: Die Herzen zu berühren und die Zeit zu entschleunigen, ist momentan aktueller denn je zuvor. Mit dem Kauf eurer Solidaritätstickets gebt Ihr uns die Möglichkeit weiter kreativ zu sein. Eure Solidarität und Treue wird uns sehr helfen“, fügt der Zirkusdirektor Frederic Zipperlin noch hinzu.

Momentan ist die Welt verunsichert und auch für die bezaubernde Kompanie ist die aktuelle Situation neu und nicht berechenbar. Dennoch möchte Cirque Bouffon gerne weiter mit seinen Shows verzaubern und im Herzen berühren. Frederic Zipperlin verspricht: "Mit eurer Hilfe werden wir alles Bestmögliche tun, um bald wieder unser Chapiteau für euch zu öffnen". Das Ticket ist über die Online-Vorverkaufsstellen wie Köln-Ticket, Westticket, Eventim, sowie Reservix zu erwerben. News zum Stand der Dinge gibt es auf der Homepage www.cirque-bouffon.com, sowie bei Facebook.