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Die Fischkatzen sind zurück: Zoo Duisburg eröffnet Anlage

Der Zoo Duisburg hat ein weiteres Projekt erfolgreich fertiggestellt: Die Sanierung der Fischkatzenanlage ist abgeschlossen. In den vergangenen Monaten wurden die Innen- wie Außenanlagen deutlich erweitert und jeweils um einen Teich ergänzt. Zusätzlich hat das Zoo-Team die Bereiche grundlegend neu strukturiert.


Der Verein der Freunde des Duisburger Tierpark e.V. stellte entsprechende Geldmittel für die Umsetzung der Maßnahme bereit und ebnete damit den Weg für das Projekt. Mit dem Einzug von Fischkatzenkater „Narok“ lässt sich ab sofort somit wieder ein Vertreter dieser Art am Kaiserberg beobachten.

„Mit der Fischkatzenanlage setzen wir unseren Auftrag fort: Menschen für Tiere zu begeistern und Bewusstsein für den Schutz der Natur schaffen. Dabei ist uns das Projekt dank der großartigen Unterstützung des Fördervereins gelungen, wofür ich mich von Herzen bedanke“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin.

„Förderer und Partner sind für die Weiterentwicklung unseres Zoos in Duisburg wichtig. Wir als Förderverein leben diese Partnerschaft mit unseren mehr als 9.000 Mitgliedern jeden Tag und sind stolz, ein neues Stück Zoogeschichte mit geschrieben zu haben“, erklärt Mirco Höfferling, 1. Vorsitzender des Fördervereins. „Wir freuen uns, den Zoo bei seinen Projekten unterstützen zu können und begleiten ihn selbstverständlich auch in Zukunft auf seinem Weg.“

Dichte Pflanzen, mehrere Teiche und die Hoffnung auf Nachwuchs
Mit der neuen Fischkatzen-Anlage im Zoo Duisburg ist ein vielfältiger Lebensraum entstanden: Dichte Pflanzen, viele Wurzeln, zahlreiche Versteckmöglichkeiten, Kletterbäume und gleich mehrere Teiche bieten den Tieren beste Lebensbedingungen. Aus verschiedenen Perspektiven lassen sich die flinken Fischjäger ab sofort beobachten. „Durch die Unterwasserscheibe haben unsere Gäste nun zum ersten Mal die Möglichkeit, diese Tiere beim Baden, Schwimmen und Tauchen zu beobachten. Das ist ein toller Mehrwert“, freut sich Kuratorin Janine Riesener. Zahlreiche weitere Einsichtsmöglichkeiten, so die große Panoramascheibe im Innenbereich, und eine interaktive Beschilderung zur Fischkatze und ihrem Lebensraum runden das Besuchserlebnis ab.

Mit dem sanierten und deutlich vergrößerten Areal möchte das Zoo-Team an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen und hofft auf Nachwuchs. „Die Zucht von Fischkatzen ist immer eine Herausforderung“, weiß Tierpfleger Mike Kirschner, der in den Planungsprozess eng eingebunden war. „Die erweiterte Anlage hat in jedem Fall alle Möglichkeiten, Nachwuchs aufzuziehen und noch besser auf die Bedürfnisse der Tiere zu reagieren. Dafür wurde die altbewährte Wurfbox im hinteren Bereich des Raubtierhauses erhalten und an das Erweiterungsgelände angeschlossen“.

Der Neue am Kaiserberg
Er ist der Neue am Kaiserberg: Der Fischkatzenkater „Narok“, der aus Italien nach Duisburg gekommen ist, hat seinen neuen Lebensraum auf Samtpfoten erkundet. Schrittweise gewöhnte das Pfleger-Team um Mike Kirschner den neuen Schützling ein. Die Tierpfleger beschreiben ihn daher als schüchternes, zurückhaltendes Tier. Geboren wurde „Narok“ im August 2024 in Tschechien.

Fischkatzenkater Narok
Über die Fischkatze
Fischkatzen leben ursprünglich in den Regenwäldern Asiens. Auf dem Speiseplan der Kleinkatzen stehen unter anderem kleine Säugetiere, Vögel und insbesondere Fisch. Als geschickte Schwimmer stöbern die Räuber ihre Nahrung in Flüssen und Seen vor allem in der Uferzone auf. Ihr Verbreitungsgebiet ist in den letzten Jahren zunehmend geschrumpft. Der Grund ist der Mensch. Neben der Entsorgung von Müll in Seen und Flüssen, wo Fischkatzen ihre Nahrung finden, setzt den Tieren auch der Bau von Straßen, Siedlungen sowie die Abholzung der Wälder massiv zu. Das führt dazu, dass Fischkatzenpopulationen voneinander isoliert sind, da es keine Korridore für die Tiere gibt, die das Finden von Partnern und neuen Lebensräumen ermöglichen würden. Aufgrund dieser vielfältigen Gründe stuft die IUCN die Fischkatze als gefährdet ein. Die Bestände nehmen kontinuierlich ab. Der Erhalt dieser Tierart in Zoologischen Gärten ist somit enorm wichtig, da diese Reservepopulation eine der Schutzmaßnahmen ist.