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Klavier-Festival Ruhr
: Residenz im Salzlager: Erfolgreiche Premiere für das „Festival im Festival“ am Standort Zollverein Essen

Mit glücklichen Gesichtern verließ das Publikum nach dem zweistündigen Abschlusskonzert mit Víkingur Ólafsson das Salzlager auf Zollverein. Der kurzfristig für Sir András Schiff eingesprungene Pianist beschloss die erste Residenz im Salzlager, die mit insgesamt 3.500 Besucherinnen und Besuchern erfolgreich zu Ende gegangen ist.


Vom 13. Juni bis zum 2. Juli schuf das Klavier-Festival Ruhr, das sich über elf Wochen, 30 Spielstätten und 17 Städte erstreckt, hier erstmals einen festen Ort für Konzerte, Gespräche und Begegnungen zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Besucherinnen und Besuchern sowie dem Festivalteam.

An zehn Konzertabenden spiegelte das bunte Programm die stilistische Vielfalt des Festivals wider: Jean Rondeau, Bertrand Cuiller, Mariam Batsashvili, Giorgi Gigashvili, Nikala Zubiashvili, Hercules Gomes, Amaro Freitas, Helge Schneider, Vicky Chow, Tristan Perich, Vadym Kholodenko, Francesco Tristano, Marialy Pacheco und Víkingur Ólafsson lieferten „piano at its best“ mit klassischem Repertoire, Jazz, elektronischer Musik und Global Sounds, unter Hinzunahme von Synthesizern, präpariertem Klavier, Klanginstallationen, Electronic Sound, Kleinpercussion und Gesang.

Bereits 90 Minuten vor jedem Konzert kamen Publikum sowie Künstlerinnen und Künstler in Werkstattgesprächen zusammen, die im Möbelloft gegenüber dem Konzertsaal stattfanden. In intimer Werkstattatmosphäre zwischen Stapeln von Holzbrettern und Maschinen sprach die Moderatorin Sophie Emilie Beha mit den Musikerinnen und Musikern über ihre Biografien und künstlerischen Wege.

„Mit der Residenz im Salzlager wollten wir einen Ort schaffen, an dem Musik und Begegnung selbstverständlich zusammengehören. Genau das ist in diesen drei Wochen gelungen. Die Resonanz von Künstlerinnen und Künstlern und unserem Publikum hat uns darin bestärkt, das Format im kommenden Jahr fortzusetzen“, sagt Festivalintendantin Katrin Zagrosek.

Das Klavier-Festival Ruhr läuft noch bis zum 21. Juli mit Konzerten in Essen (Diana Krall, 4.7.; Clare Hammond, 6.7.; Pierre-Laurent Aimard, 9.7.), Wuppertal (Mao Fujita, 8.7.), Bottrop (Alexandra Dovgan, 12.7.), Düsseldorf (Nobuyuki Tsujii, 18.7.) und Bochum (Seong-Jin Cho, 7.7.; Arcadi Volodos, 13.7.; Jason Moran, 16.7.; Grigory Sokolov, 21.7.). Informationen und Tickets unter klavierfestival.de.

Foto: Peter Wieler